Über

Angefangen habe ich an zwei Stellen gleichzeitig: an Wänden und an Gesichtern. Graffiti hat mir beigebracht, dass ein Bild in wenigen Minuten stehen muss und dass eine Linie sitzt oder eben nicht. Porträts haben mir das Gegenteil beigebracht — dass man an einem Auge eine Woche sitzen kann. Beides steckt noch in jedem Bild: die Schablone, die schnelle Kante, und darunter jemand, der schaut. Eine Schule habe ich dafür nie besucht. Ich habe es gemacht, ein paar Jahre lang, bis es saß.

Irgendwann stand der Satz da, und seitdem geht er nicht mehr weg: Geld ist nicht alles, aber alles kostet Geld. Um ihn kreisen die Bilder. Mal male ich die Symbole — den Schein, den Tresor, die Flasche, die für Erfolg stehen soll. Mal die Erzählungen, mit denen sich Reichtum seit Jahrzehnten empfiehlt. Ich male sie nicht, um sie zu entlarven — mich zieht an, wie gut das gemacht ist: wie leuchtend, wie selbstverständlich, wie erfolgreich. Was diese Bilder verbindet, ist nicht das Motiv, sondern die Neugier darauf, warum es bei uns allen so zuverlässig funktioniert.

Ich lebe und arbeite im Umkreis von Hamburg. Neben den eigenen Serien male ich auf Auftrag. Wenn Sie ein Motiv, ein Format oder auch nur einen Satz im Kopf haben, schreiben Sie mir — daraus ist schon mehr als einmal ein Bild geworden.

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